Tierversuche für Kosmetik – die Hintertür

Der EuGH hat entschieden, dass das Inverkehrbringenvon kosmetischen Mitteln, deren Bestandteile an Tieren getestet wurde, auf dem Unionsmarkt verboten werden kann.

Begründung
Art. 18 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über kosmetische Mittel ist dahin auszulegen, dass er das Inverkehrbringen von kosmetischen Mitteln auf dem Markt der Europäischen Union, bei denen einige Bestandteile durch Tierversuche außerhalb der Union bestimmt worden sind, um kosmetische Mittel in Drittländern vermarkten zu können, verbieten kann, wenn die dabei gewonnenen Daten verwendet werden, um die Sicherheit dieser Mittel im Hinblick auf ihr Inverkehrbringen auf dem Unionsmarkt nachzuweisen.

Aber es blieb die Frage der Tierschützer, was mit Produkten geschieht, deren Tierversuchs-Ergebnisse aus Drittländern nicht im Sicherheitsbericht genutzt werden. Diese Frage ist nun auch vom EuGH beantwortet (Vortrag „Aktuelles“ auf der ICADA-Fachtagung).